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Piraten fordern fahrscheinlose Öffis für Graz

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Piraten setzen Schwerpunkt im Grazer Wahlkampf – fahrscheinloser öffentlicher Verkehr soll Verkehrsprobleme lösen

Eine der höchsten Feinstaubbelastungen Europas, regelmäßiges Verkehrschaos in der Innenstadt sowie ein Öffi-Anteil bei den zurückgelegten Wegen, der weit hinter dem in Wien zurückliegt – vor diesem Hintergrund entwickeln die Grazer Piraten innovative Konzepte: „Wir fordern fahrscheinlosen öffentlichen Verkehr für Graz! In anderen europäischen Städten funktioniert das bereits – Graz kann hier eine Vorreiterrolle in Österreich einnehmen. Wir wollen wegweisend für viele andere Städte mit Verkehrsproblemen sein“, so Philip Pacanda, Spitzenkandidat der Grazer Piraten.

Die verkehrspolitischen Konzepte der Grazer Piraten werden am Freitag bei einer Pressekonferenz im Detail vorgestellt. Sie machen damit das Motto „Bus & Bim fahrscheinlos für alle“ zu einem Schwerpunkt in ihrem Wahlkampf. „Fahrscheinlose Öffis können unser Stadtbild positiv verändern. Wenn man einfacher und damit öfter auf das Auto verzichten kann und stattdessen in Bus oder Bim steigt, profitiert die ganze Stadt davon“, erläutert Pacanda. „Außerdem fördert es den Tourismus – Graz-Besucher können ohne zusätzlichen Aufwand unseren öffentlichen Verkehr benützen!“

Der fahrscheinlose öffentliche Verkehr bringt Studien zufolge zahlreiche Vorteile. Die deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen führt zu Verkehrsberuhigung und einer Reduktion der Umweltverschmutzung durch den Individualverkehr. Außerdem wird durch den größeren Komfort der Tourismus in der Stadt gefördert, was auch zu einer Steigerung des Umsatzes der ansässigen Betriebe führt. Dass fahrscheinlose Öffis in Graz finanzierbar sind, werden die Piraten bei der Pressekonferenz am 16. November anhand konkreter Modelle darlegen.

Die weiteren Schwerpunkte der Grazer Piraten im Wahlkampf: Eine transparentere und demokratischere Verwaltung und mehr Mitbestimmung für die Bürgerinnen und Bürger; die Rücknahme des Verbotsdschungels in den Grazer Innenbezirken; bürgernähere Planung der Stadtentwicklung; freier und kostenloser Zugang zu sämtlichen Bildungseinrichtungen; sowie eine moderne Familienpolitik, die Rücksicht auf neue Formen des Zusammenlebens nimmt.

Für die Piratenpartei Graz,
Daniel Gruß und Philip Pacanda

Rückfragen: presse AT piratenpartei-steiermark DOT at
Philip Pacanda
Daniel Gruß, lava AT piratenpartei DOT at, Twitter: @lavados

Weiterführende Links:
Informationen zum fahrscheinlosen öffentlichen Verkehr:

http://www.fahrscheinlos.at

Wahlprogramm der Grazer Piraten:
http://piratenpartei-steiermark.at/blog/grazwahl-kandidaten-und-programm
Kalbow, Michael: Wirkungsanalyse des Nulltarifs im ÖPNV am Beispiel der Stadt Darmstadt


Kommentare

5 Kommentare zu Piraten fordern fahrscheinlose Öffis für Graz

  1. Dieter meinte am

    Warnung: Feinstaub entsteht dort wo Staub ist, und die böhsen (privaten) Autos produzieren nur 1/8 davon: (bzw. 1/4, weil man davon ausgehen kann dass nicht alle Energie durch Verbrennung erzeugt wird)
    d.h.
    gut 3/4 vom Feinstaub wird in Haushalten (Ölheizungen!) Industrie und deren Kraftwerken und Gewerbetransporten in der Atemluft deponiert. Und nicht zuletzt von Blaulichtlern, die mit Vollgas durch die nichtgewaschenen Haltestellen brausen.

    wäre vielleicht eine Initiative wert: mit einer Brauchwasserleitung von oberhalb der Stadt müsste sich in Graz (Mur) genauso wie in Wien (Donau) das Strassenwaschen (ohne Pumpwerk) zumindest in der Innenstadt ausgehen, wie es in Paris immer schon entlang der Randsteine funktioniert: ob das Wasser unterwegs durch die Strassen und dann Kläranlagen rinnt, ist für die Sauberkeit der Mur genauso egal wie für die der Donau.

  2. Dieter meinte am

    p.s. dem fahrscheinlosen Öffi tut das aber keinen Abbruch, nicht zuletzt sind Fahrkarten nirgends kostendeckend (denn sonst würd überhaupt niemand mehr Bim fahren)
    Wenn die PR der Wiener Linien stimmt, decken Fahrkarten 2/3 der Kosten des öffentlichen Verkehrs (ausgenommen Taxis, die finanzieren sich selber)
    http://derstandard.at/1333185200507/Bleifrei-Der-Verkehrsblog-Keine-Gratis-Oeffis-fuer-Wien
    aber man liest auch andere Zahlen: bis zu 80% werden demnach von den Gemeinden und Bund bezahlt,
    d.h.
    Fahrkarten decken mitunter nur 20% dieser Verkehrsmittel und fahrscheinlose Öffis würden nur den FahrkartenAutomatenHerstellern wehtun …

  3. Z0S0 meinte am

    Die Fahrscheinlose Öffi wäre eine gute Lösung und für eine sperrige Transport braucht man immer noch ein PKW. Am liebsten Hanftreibstoff betriebenen PKW´s

  4. Dieter meinte am

    Richtig, Autos haben für Transporte genauso was für sich, wie auch als Sporttasche wo die Bergschuhe, das Tenniszeug und die Schwimmsachen immer dabei sind.
    http://elektrorikscha.wordpress.com/ (Mini-E-Auto fährt als Fahrrad heim, wenn die Batterie leer ist)
    http://fahrradkonzepte.wordpress.com/ (nutzt aber alles nix wenns nicht leichter gemacht und dereguliert wird)
    http://www.elektroauto-start.de/wissen/erster-welche-elektroautos-kann-man-schon-kaufen
    (es fehlt der Opel Ampera, der das beste Konzept hat, nämlich nur E-Motor, kein Verbrennungsmotor, aber Dieselgenerator als Range Extender an Bord: wer weiter als 200km am Tag fahren möchte — zb in den Urlaub — fährt mit verringerter Leistung des Generators per E-Motor ohne Zusatzgewicht weiter)
    http://www.vienna-engineering.com/index.php?option=com_content&view=article&id=16&Itemid=24&lang=de
    (die haben einen der besten Diesel Range Extender und mit http://www.vienna-engineering.com/images/stories/dokumente/brakeComp_website.pdf sogar eine elektrische Bremse, die mechanischen Verschleiss auf einen Bruchteil reduziert)
    aber trotzdem:
    fahrscheinlose Öffis können immer wieder das Auto ersparen, besonders im Ballungsraum (wo sie ohnehin schneller sind)
    und ZEITfahrscheine (2 Stunden statt 1 Fahrt um denselben Preis 1,- oder 2,-) wären auch schon eine Hilfe die wir nach der gefloppten 100,- Jahreskarte sehr wohl einfordern können

  5. Dieter meinte am

    bin auf noch ein starkes Argument für kostenlose Öffis gestossen:
    * nicht nur dass 1/3 der Kosten (zb auch Wiener Linien) fast immer sowieso aus dem jeweiligen Stadtbudget gezahlt werden,
    * und dass FahrscheinAutomaten, Entwerter und KontrolleurInnen um 100e Millionen entfallen könnten
    – abgesehen von der Entwürdigung, auf “Fahrschein bitte” das Ding stantepede hervorkramen zu müssen –
    – und vielleicht noch schief angeschaut zu werden, weil das Suchen zu lang dauert —
    *
    * entfällt ja auch Einiges an STRASSENBAUKOSTEN, wenn alle Bim fahren. Und oft ist es vielleicht praktischer, trotzdem Auto zu fahren aber dass sich die Fahrgastzahlen nicht sofort verdoppeln, sobald es kostenlos ist, kann mir keiner einreden. (schon die Leute, die entlang der Ubahn wohnen und arbeiten und nicht mehr Parkplatz suchen müssen …)

    eh schon überall Tempo 30 und dann noch kostenlose Öffis: da könnten wohl 2/3 der teuren Belagsarbeiten radikal verbilligt werden.

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